Klassische FallenEs gibt immereinen besseren Weg …

Die sechs klassischen Fallen bei der Telefonakquise

Warum Akquise oft schwerer wirkt, als sie ist

Für viele Mitarbeitende ist Telefonakquise mit Unsicherheit verbunden.

Die Angst vor Ablehnung oder der Druck, „etwas verkaufen zu müssen“, führen dazu, dass Anrufe nicht die gewünschte Wirkung erzielen.

So entsteht schnell der Eindruck, dass Akquise grundsätzlich schwierig ist.

Doch nicht die Akquise an sich ist schwierig – sondern die klassischen Fallen bei der Telefonakquisition.

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„Entscheidend ist eine Gesprächsführung, die sich am Menschen orientiert – nicht am Produkt oder der Dienstleistung.“

Sabin Bergmann
Inhaberin CONTELLE Personaltraining

Die sechs klassischen Fallen bei der Telefonakquise

  • Falle 1:
    Die eigene Vorstellung klingt wie ein Telefonverkäufer



      

    Einen wunderschönen guten Tag Frau Lindholm, mein Name ist Rüdiger Neumann von der Brötchenservice John & Schmidt GmbH & Co. KG.

    Was denkt sich Frau Lindholm? Bitte nicht schon wieder so ein Telefonverkäufer …

    Besser:

    Starten Sie Ihre Anrufe entspannt und wie ein normaler Mensch:




    Hallo Frau Lindholm, hier ist Rüdiger Neumann vom Brötchenservice!
  • Falle 2:
    Schon im Gesprächseinstieg wird ein Termin angeboten



    Ich rufe Sie heute an, weil wir unseren Brötchenservice präsentieren möchten. Unser Verkaufsleiter, Herr Gleichmann, ist zufällig am Dienstag in Ihrer Nähe. Passt es bei Ihrem Geschäftsführer gleich morgens um 9:00 Uhr oder lieber um 14:30 Uhr?

    Was denkt sich Frau Lindholm? Wer ist das? Was will der? Wie aufdringlich …

    Besser:

    Starten Sie Ihr Gespräch nicht mit einem Terminvorschlag, sondern mit Interesse an Ihrem Gesprächspartner:




    Wie versorgen sich Ihre Mitarbeitenden in der Frühstückspause?
  • Falle 3:
    Die Präsentation des Unternehmens steht im Fokus



      

    Unser Brötchenservice wurde im Jahre 1998 gegründet und wir beliefern täglich über 1.500 Kunden mit leckeren Mohn-, Sesam- und Kümmelbrötchen. Vegetarisch, vegan und mit Käse und Wurst. Ab 20 Bestellungen gibt es Sonderpreise und wir liefern immer pünktlich in recycelbaren Verpackungen. Darf ich Ihnen ein unverbindliches Angebot senden?

    Zu Beginn eines Telefonats interessieren sich Kunden noch nicht für den gesamten Leistungsumfang eines Unternehmens. Sie möchten nur schnell verstehen, ob das Unternehmen dabei helfen kann, Probleme zu lösen.

    Besser:

    Stellen Sie Ihren Kunden – und nicht Ihr Unternehmen – in den Mittelpunkt:




    Was bieten Sie Ihren Geschäftspartnern in Meetings als Snack an?
  • Falle 4:
    ICH-Formulierungen



      

    Wir hatten ein Probierpaket geschickt. Darf ich Ihnen jetzt ein Angebot senden?

    So wirken Sie wie ein Bittsteller. Zudem fühlt sich Ihr Kunde nicht persönlich angesprochen.

    Besser:

    Nutzen Sie SIE-Formulierungen:




    Sie hatten das Probierpaket bestellt. Wie hat’s Ihnen geschmeckt?
  • Falle 5:
    Störgeräusche

    Sind im Hintergrund weitere Telefonate zu hören oder billige Headsets mit Übertragungsfehlern im Einsatz, entsteht schnell der Eindruck eines typischen Anrufs aus dem Callcenter.
    Besser:
    Stellen Sie ein ruhiges Umfeld und professionelle Telefontechnik sicher.
    So kommt das, was Sie sagen, auch gut an.

  • Falle 6:
    Gesprächsleitfäden

    Theoretisch sollen Leitfäden Sicherheit für die Gesprächsführung geben. In der Praxis bewirken sie jedoch oft das Gegenteil: Kunden spüren schnell, wenn Formulierungen abgelesen wirken, und Mitarbeitende konzentrieren sich stärker auf vorgegebene Texte als auf den eigentlichen Gesprächspartner.
    Besser:
    Bereiten Sie Ihre Gesprächsführung ausschließlich mit Stichworten vor.
    Stichworte geben Sicherheit und gleichzeitig genügend Freiraum, um glaubwürdig mit eigenen Worten zu kommunizieren und individuell auf den jeweiligen Kunden einzugehen.

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Sabin Bergmann

Inhaberin CONTELLE Personaltraining | Autorin
Seit mehr als 30 Jahren Expertin für professionelle Kundenkommunikation